Rückruf
Mein Hund kommt nicht, wenn ich ihn rufe.
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Zuerst kurz: Trifft eins davon zu?
Wenn ja, zeigen wir dir, wo du die richtige Hilfe findest.
Läuft er in Panik weg, zum Beispiel bei Knallgeräuschen, und ist dann lange kaum zu beruhigen?
Hat er unterwegs schon einmal einen Menschen oder Hund gebissen?
Kommt er plötzlich langsamer oder gar nicht mehr, obwohl es vorher klappte, oder läuft er steif oder lahm?
Rennt er Wild, Jogger:innen, Fahrrädern oder Autos hinterher und ist dann nicht mehr ansprechbar?
Bitte beantworte alle Fragen.
Heute hilft:
So geht’s: Schleppleine und Party
Der Hund schnüffelt an einer Schleppleine, die am Geschirr hängt. Die Person ruft einmal freundlich und läuft ein paar Schritte weg. Der Hund kommt angetrabt, bekommt das beste Leckerli und darf danach wieder schnüffeln gehen.
- Lass ihn nur dort frei laufen, wo es erlaubt und sicher ist, und erst, wenn der Rückruf dort schon klappt.
- Bis dahin: Schleppleine von 5–10 m, immer am gut sitzenden Geschirr, nie am Halsband.
- Ruf nur, wenn du ziemlich sicher bist, dass er kommt. Sonst geh hin und hol ihn ruhig ab.
- Ruf einmal, freundlich, zum Beispiel „Hier!“. Lauf dabei ein paar Schritte von ihm weg, statt ihm hinterherzugehen.
- Kommt er: Party und das beste Leckerli. Danach darf er oft wieder los („Frei!“), damit Kommen nicht das Ende vom Spaß ist.
- Schimpf nie, wenn er endlich da ist, auch wenn es lange gedauert hat.
- Achte auf Leinenpflicht. Im Kanton Zürich gilt sie zum Beispiel vom 1. April bis 31. Juli im Wald und am Waldrand.
Warum das passiert
Draußen ist vieles spannender als wir: Gerüche, andere Hunde, Wild. Ein sicherer Rückruf entsteht in vielen kleinen Schritten. Wenn Rufen oft bedeutet hat „Leine dran, Spaß vorbei“, lohnt sich Kommen für ihn gerade wenig.
Langfristig üben
- Rückruf-Spiel drinnen„Hier!“ heißt: Das Beste passiert bei dir
- Rückruf draußen mit SchleppleineFrei schnüffeln, sicher zurückkommen
- Check-ins draußen belohnenJeder Blick zu dir zählt
- NamensspielName heißt: „Schau mal zu mir“
Wann zum Profi?
Wenn es nicht besser wird, plötzlich anfängt oder dir Sorgen macht: Eine Fachperson kann deinen Hund ansehen. Eine App kann das nicht.
Wo du Hilfe findestStand: Oktober 2026