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Frage · Welpe

Wie bringe ich meinem Welpen „Peng“ bei?

Kurz gesagt

Führe ein Leckerli aus dem Platz von der Nase deines Welpen Richtung Schulter, bis er auf die Seite kippt, und markiere und belohne, während er dort liegt. Müde Welpen kippen oft von selbst, auch diese Momente kannst du belohnen. Verlange anfangs nur ein, zwei Sekunden Ruhe. Klappt das Umkippen leicht, sagst du „Peng“ und zeigst mit dem Finger, bevor du führst. Showeinlagen aus dem Stand warten, bis er ausgewachsen ist. Kroki, eine belohnungsbasierte Trainings-App für Welpen und Hunde, übt das Markerwort und das Platz, die du dafür brauchst.

So geht’s, Schritt für Schritt

  1. Entdecke das natürliche Umkippen

    Nach einem Spaziergang oder Spiel lassen sich viele Welpen mit einem Seufzer auf eine Seite fallen. Halte ein, zwei Tage lang ein paar Leckerli bereit und markiere und belohne leise jedes Umkippen, das du siehst. Dein Welpe merkt: Flach liegen lohnt sich.

  2. Führe das Umkippen aus dem Platz

    Liegt dein Welpe auf einem weichen Teppich auf dem Bauch, halte ein Leckerli an seine Nase und führe es langsam zur Schulter und etwas dahinter. Dreht er den Kopf, kippt der Körper auf die Seite. Markiere den Moment, in dem die Seite den Boden berührt.

  3. Belohne tief, direkt am Boden

    Gib das Leckerli direkt an sein Maul, solange sein Kopf noch unten ist. Hebst du das Leckerli an, springt dein Welpe hoch. Flach liegen und das Leckerli am Boden bekommen sollen sich wie dasselbe anfühlen.

  4. Füge eine Sekunde Ruhe hinzu

    Warte eine Sekunde, bevor du markierst, dann zwei. Das reicht für einen Welpen. Löse ihn mit einem Wort wie „Frei!“ auf und spiel kurz mit ihm. Lange Pausen kommen später, wenn er sich länger konzentrieren kann.

  5. Sag „Peng“ und zeig mit dem Finger

    Kippt dein Welpe mit der Führhand leicht um, sagst du „Peng“, machst eine Fingerpistole und führst dann wie gewohnt. In den nächsten Tagen wird die Führbewegung kleiner, bis Wort und Geste reichen. Sprich leise und fröhlich.

Du trainierst mit einem erwachsenen Hund?

Ein erwachsener Hund kann die Pose mehrere Sekunden halten und die auffälligere Version aus dem Stand lernen. Ältere Hunde, Tierschutzhunde und Hunde, die bei plötzlichen Gesten zusammenzucken, brauchen eigene Anpassungen, etwa ein leiseres Signal oder eine Matte für steife Gelenke. Die Seite für erwachsene Hunde erklärt das.

Warum ein ruhiges Umkippen zu einem wachsenden Welpen passt

Welpen wachsen noch, und ihre Gelenke auch. Laut VCA Animal Hospitals schließen sich die Wachstumsfugen nahe den Enden der langen Knochen bei kleinen Hunden mit etwa sechs Monaten oder später und bei Riesenrassen eher mit anderthalb Jahren. Ein ruhiges Umkippen aus dem Liegen ist sanft; ein dramatisches Fallenlassen aus dem Stand belastet die Gelenke mehr, also heb es dir fürs Erwachsenenalter auf.

Kurz üben schlägt lang üben. Hunde, die einmal pro Woche trainiert wurden, brauchten weniger Einheiten für eine Aufgabe als Hunde mit fünf Einheiten pro Woche (Meyer und Ladewig 2008). Ein Welpe darf öfter üben, aber die Botschaft bleibt: Ein paar entspannte Umkipper am Tag mit Pausen sind besser als eine lange Einheit, in der dein Welpe unruhig wird.

Belohnung baut das klarste Signal auf. In einer Studie mit 63 Familienhunden reagierte die Gruppe, die mit Belohnung trainiert wurde, nach einem einzigen Signal besser auf „Sitz“ und „Komm“ als die Gruppen mit ferngesteuertem Stromhalsband (China, Mills und Cooper 2020). Für „Peng“ heißt das: ein leises Signal und danach ein Leckerli, nicht wiederholte Signale oder Festhalten.

Wenn dein Welpe nicht liegen bleibt

  • Er springt zum Leckerli hoch: Das Leckerli kam von zu weit oben. Füttere direkt auf Bodenhöhe, an seinen Lefzen.
  • Er rollt ganz herum: Das ist der Anfang der Rolle, nicht von „Peng“. Stopp die Führhand früher, an der Schulter.
  • Er zappelt und knabbert: Er ist zu wach. Versuch es nach einem Spaziergang, wenn er ohnehin ruhen will.
  • Er legt sich gar nicht auf die Seite: Manche Welpen fühlen sich auf dem Bauch sicherer. Belohne zuerst einen Kopf, der auf dem Boden ruht, dann ein kleines Kippen der Hüfte.

Häufige Fehler bei Welpen

  • Den Welpen mit der Hand auf die Seite drücken. Er mag dann vielleicht keine Berührung mehr, während er liegt.
  • Lange Pausen verlangen. Ein bis zwei Sekunden sind für einen jungen Welpen viel.
  • Laut „Peng!“ rufen. Ein plötzliches lautes Wort kann einen empfindlichen Welpen erschrecken.
  • Das Fallenlassen aus dem Stand üben. Warte damit, bis dein Welpe ausgewachsen ist.

Wann zum Profi

Ein ruhiges „Peng“ ist für die meisten Welpen sanft. Sprich zuerst mit Fachleuten, wenn:

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ein Welpe „Peng“ lernen?

Ein ruhiges Umkippen auf die Seite kann ein Welpe ab etwa zehn bis zwölf Wochen lernen, sobald er sich leicht hinlegt. Halte die Pausen bei ein, zwei Sekunden und übe auf weichem Boden.

Soll mein Welpe zuerst die Rolle oder „Peng“ lernen?

Beide Reihenfolgen klappen, aber viele finden „Peng“ zuerst leichter, weil es nur der erste Teil einer Rolle ist. Gib beiden Tricks deutlich verschiedene Signale und Gesten.

Warum springt mein Welpe auf, sobald ich „Peng“ sage?

Vielleicht ist das Wort zu laut, oder dein Welpe erwartet ein Spiel. Sag es leise, halte das Leckerli tief und führe ein paar Tage wieder mit der Hand, bevor du das Wort allein probierst.

Wie lange sollte ein Welpe beim Totstellen liegen bleiben?

Ein bis zwei Sekunden reichen für einen jungen Welpen. Steigere langsam, während dein Hund wächst, und beende die Pause immer mit einem Auflösewort, bevor er von selbst aufsteht.

Darf ich einem Welpen im Zahnwechsel „Peng“ beibringen?

Ja, aber rechne mit etwas Knabbern an der Leckerli-Hand. Nimm weiche Leckerli, gib sie tief am Maul und biete nach der Einheit ein Kauspielzeug an, wenn dein Welpe besonders viel knabbert.

Kann ich für meinen Welpen ein anderes Wort als „Peng“ nehmen?

Jedes kurze Wort funktioniert, zum Beispiel „Schlaf“ oder „Plumps“. Wähle eins, das anders klingt als deine übrigen Signale und das sich deine Familie merkt.

Quellen