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Frage · Welpe

Wie bringe ich meinem Welpen bei, bei Fuß zu gehen?

Kurz gesagt

Bei Fuß heißt, dein Welpe geht eng an deiner Seite, die Schulter neben deinem Bein. Fang drinnen ohne Leine an: Halte ein Leckerli an deiner Hüfte, mach einen Schritt und belohne, wenn dein Welpe genau dort ist. Steigere auf ein paar Schritte und füge dann das Wort „Fuß“ hinzu. Eine Einheit dauert ein bis zwei Minuten, mit Geschirr, nie mit Druck auf den Hals. Kroki, eine belohnungsbasierte Trainings-App für Welpen und Hunde, hat keinen Fuß-Schritt, übt aber lockeres Gehen an der Leine am Geschirr, eine gute Grundlage dafür.

So geht’s, Schritt für Schritt

  1. Wähle eine Seite und einen Belohnungsort

    Leg fest, auf welcher Seite dein Welpe gehen soll, oft links, und gib das Leckerli immer direkt neben deinem Bein auf Nasenhöhe. Dort, wo das Futter auftaucht, will dein Welpe sein.

  2. Fang drinnen mit einem einzigen Schritt an

    Im Flur oder Wohnzimmer, ohne Leine, lässt du deinen Welpen neben dir stehen, machst einen Schritt und belohnst an deinem Bein, wenn er mitgeht. Dann zwei Schritte, dann drei. Das ist schon eine ganze Einheit.

  3. Bau Wendungen und Stopps ein

    Welpen bleiben näher dran, wenn der Weg spannend ist. Dreh dich von deinem Welpen weg, bleib stehen, geh wieder los und belohne jedes Mal, wenn er an deiner Seite aufholt. Kleine Richtungswechsel halten seinen Blick bei dir.

  4. Gib dem Ganzen erst einen Namen, wenn es klappt

    Bleibt dein Welpe fünf oder sechs Schritte an deinem Bein, sagst du „Fuß“, kurz bevor du losgehst. Das Wort gehört nur zu diesem engen Gehen, nicht zu jedem Spaziergang.

  5. Probier draußen ein paar Schritte am Geschirr

    Im Garten oder in einer ruhigen Straße hakst du die Leine am Geschirr ein, fragst ein paar Schritte „Fuß“ ab und gibst dann mit „Frei!“ das Schnüffeln frei. Der größte Teil eines Welpenspaziergangs ist entspanntes lockeres Gehen an der Leine.

Du trainierst mit einem erwachsenen Hund?

Erwachsene Hunde können längere Strecken bei Fuß gehen, aber viele ziehen schon aus Gewohnheit oder wurden früher am Halsband zurückgezogen. Sie brauchen oft ein neues Wort, ein Geschirr und anfangs mehr Abstand zu anderen Hunden. Die Seite für erwachsene Hunde erklärt, wie das geht.

Warum Geschirr und winzige Einheiten zu einem jungen Hund passen

Wo die Leine ansetzt, macht einen Unterschied. In einer Studie mit 26 Hunden stieg der Druck im Auge, wenn über ein Halsband Druck auf den Hals kam, während derselbe Zug über ein Geschirr ihn nicht deutlich erhöhte (Pauli und Kolleg:innen 2006). Ein Welpe hüpft, springt und bleibt an der Leine abrupt stehen, deshalb hält ein Geschirr diese Stöße von Hals und Augen fern.

Bei Fuß verlangt einem jungen Kopf viel Konzentration ab, und mehr Übung ist nicht immer schneller. Hunde, die einmal pro Woche trainiert wurden, brauchten weniger Einheiten für eine Aufgabe als Hunde mit fünf Einheiten pro Woche (Meyer und Ladewig 2008), und in einer Studie mit 44 Beagles wirkten ein bis zwei Trainingstage pro Woche und eine Einheit auf einmal besser als tägliches Training oder drei Einheiten hintereinander (Demant und Kolleg:innen 2011). Für einen Welpen reichen ein paar Schritte „Fuß“, dann eine Schnüffelpause und danach erst mal nichts mehr.

Bei Fuß oder lockere Leine: Was ist der Unterschied?

  • Bei Fuß: Dein Welpe geht direkt an deinem Bein und schaut zu dir, für kurze Strecken, etwa an einem anderen Hund vorbei oder über einen vollen Gehweg.
  • Lockere Leine: Dein Welpe darf schnüffeln und ein wenig vor oder neben dir laufen, solange die Leine locker durchhängt.
  • Welpen brauchen vor allem das Zweite. Schnüffeln ist ihre Art, die Welt kennenzulernen, und lange Strecken bei Fuß sind anstrengend.
  • Übe beides mit verschiedenen Wörtern, damit dein Welpe weiß, wann er eng bei dir bleiben soll und wann er erkunden darf.

Häufige Fehler

  • Die Leine straff halten, damit der Welpe nah bleibt. Er lernt, sich in den Zug zu lehnen, nicht, bei dir zu bleiben.
  • Vor dir belohnen. Leckerli, die vorne kommen, ziehen deinen Welpen vor dein Bein.
  • Den ganzen Spaziergang „Fuß“ verlangen. Ein paar kurze Strecken pro Runde reichen in diesem Alter.
  • An der Leine reißen, wenn er abdriftet. Bleib stehen, warte und belohne, sobald er wieder an deiner Seite ist.

Wann zum Profi

Das Üben von „Fuß“ sollte sich für deinen Welpen leicht anfühlen. Sprich mit Fachleuten, wenn:

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ein Welpe bei Fuß lernen?

Ein Welpe kann mit etwa acht bis zehn Wochen anfangen, ein paar Schritte bei Fuß zu lernen, drinnen und ohne Leine. Halte es bei ein bis zwei Minuten und heb längere Strecken draußen auf, bis er älter ist.

Auf welcher Seite soll mein Welpe gehen?

Beide Seiten sind in Ordnung, solange du anfangs bei einer bleibst. Viele nehmen links, dann ist die rechte Hand frei; die andere Seite kannst du später mit einem eigenen Wort üben.

Kann ich meinem Welpen bei Fuß ohne Leine beibringen?

Ja, und drinnen ist das der beste Start, weil die Leine dir die Arbeit nicht abnehmen kann. Draußen bleibt dein Welpe zur Sicherheit an Leine und Geschirr.

Ist ein Halsband beim Fuß-Training mit einem Welpen in Ordnung?

Ein Geschirr ist die bessere Wahl. Zug am Halsband drückt auf den Hals und erhöht nachweislich den Druck in den Augen, während ein gut sitzendes Geschirr die Last über die Brust verteilt.

Warum beißt mein Welpe beim Üben in die Leine?

In die Leine beißen heißt meist, dass dein Welpe überdreht oder müde ist. Kürz die Einheit, gib ihm etwas zum Tragen oder übe „Fuß“ vorerst drinnen ohne Leine.

Wie weit sollte ein Welpe bei Fuß gehen?

Nur ein paar Schritte bis ein paar Meter am Stück. Bei Fuß ist für einen jungen Hund harte Arbeit, also misch winzige Strecken mit viel lockerem Gehen und Schnüffeln.

Quellen